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Alte Schinken – die besseren Bücher?

Wieso nennt man eigentlich manche Bücher einen „alten Schinken“? Diese Frage möchte ich in diesem Artikel beantworten.

Was sind alte Schinken in der Buchwelt?

Als erstes einmal nichts zum essen und auch keine Kochbücher. Seit Anfang des achtzehnten Jahrhunderts etwa wurden äusserst hochwertige Bücher als alte Schinken betitelt. Meist waren das kirchliche Bücher, da sich zu dieser Zeit nur die Klöster, Kirchen und die Herrscherklasse wie Könige, Grafen usw. so etwas überhaupt leisten konnten.

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In diesem Artikel wird die Versteigerung eines über 400 jährigen alten Schinkens beschrieben. Und sein Erlös.

Der Einband macht das Buch

Der Einband aus Leder, meist aus Schweinsleder, gab den Büchern eine gewisse Wertigkeit. Sie waren so effektiv vor Schmutz, Wasser und anderen Umwelteinflüssen geschützt. Dazu muss man wissen das auch damals noch nicht alles sauber im heutigen Sinne war. Dies galt auch und vor allem in den zeitgenössischen Bibliotheken, in denen sich gerne allerlei Getier herumtrieb, die dort eigentlich nichts verloren hatten. Stichwort Ratten- und Mäuseplage.

Ein anderer, und nicht zu vernachlässigender Effekt des Ledereinbandes war die Optik. So ein in Schweinsleder eingebundes Buch machte einfach was her. Und wer sich eine Burg oder ein herrschaftliches Anwesen leisten konnte, wollte wahrscheinlich auch, das die Familienchronik keine Zettelwirtschaft war.

Was wird heutzutage noch als alter Schinken bezeichnet?

Der Begriff „alter Schinken“ ist auch heute noch in Gebrauch. Zwar wird er heute nicht mehr nur auf alte, wuchtige Bücher angewandt, aber der Begriff hat die Jahre überdauert.

  • Gemälde, vor allem die der sogenannten „Alten Meister“ werden gerne als alte Schinken oder als Ölschinken bezeichnet. Ölschinken deshalb, weil die verwendete Farbe meist auf Basis von Öl hergestellt wurde.
  • alte, teilweise überlange Kinofilme, wie zum Beispiel die klassischen Monumentalfilme, werden gerne als alte Schinken betitelt.
  • Das Gesäss, sprich der Po wird gerne scherzhaft als alter Schinken bezeichnet.Vor allem bei fülligen Menschen ist das meist abwertend gemeint.

Mir persönlich ist zwar der Schwarzwälder Schinken am liebsten, aber das tut hier nichts zur Sache…

Die Zukunft der alten Schinken

Auch heute gibt es noch solche, aufwändig in Schweinsleder oder Rindsleder gebunden Bücher. Meist sind es die sogenannten „Goldenen Bücher“ der jeweiligen Städte, oder Familienchroniken. Da man diese zukünftigen alten Schinken nicht von der Stange kaufen kann, sind es meist Einzelexemplare und daher teuer. Aber man hat dann ein absolutes Unikat daheim!

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