Der Westernroman beschreibt grob gesagt den Wilden Westen der jungen USA im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert. Es war die Zeit der grossen Entdeckungen, der Siedlertrecks gen Westen, also Richtung Pazifischen Ozean. Durch die scheinbar endlose Prärie, dem Indianerland und immer dem  grossen Abenteuer entgegen.

Das was in einem Westernroman beschrieben wird, ist meist eine glorifizierte Darstellung der Tatsachen. Die Standarddarstellung der bösen Indianer und gesetzlosen Mexikaner zieht sich wie ein roter Faden durch das Genre.

Nichtsdestotrotz erfreut sich der Westernroman bei seiner vorwiegend männlichen Leserschaft einer ungebrochenen Beliebtheit.

Die Hauptdarsteller in einem Westernroman sind meist:

  • weisse Siedlerfrauen, die gerne als die Unschuld vom Lande oder als verruchte Dirne dargestellt werden. Dazwischen scheint es keine Frauenrolle zu geben.
  • weisse, männliche Siedler sind grundsätzlich hart arbeitende, gottesfürchtige Männer die dem Land in harter Arbeit einen kärglichen Ertrag abringen wollen und müssen.
  • Rinderbarone sind immer die mehr oder weniger bösen Reichen, die Mensch und Tier wie ihren persönlichen Besitz und nicht selten als Stück Dreck behandeln.
  • Der Sheriff ist das Gesetz in Persona. Ein meist knallharter Kerl mit schnellem Colt und eisernen Prinzipien. Es gibt ab und zu auch mal das korrupte Gegenstück.
  • Cowboys sind fast immer arme Schweine, die undankbare Aufgaben für den Sheriff, den Rinderbaron oder die heissblütige Geliebte übernehmen. Nebenbei treiben sie natürlich noch Rinder…
  • Indianer sind die bösen Gegenspieler schlechthin. Meist als primitive, schiesswütige und saufende Barbaren dargestellt. Einzige Ausnahme war Karl May mit Winnetou.
  • Mexikaner sind noch eine Ecke schlimmer als die Indianer. Sie stellen den Bodensatz der amerikanischen Bevölkerung dar. Rauchen, saufen, morden, plündern und sich an Frauen vergehen, mehr scheint ein durchschnittlicher Mexikaner in einem Westernroman nicht zu können.

Berühmte Westernroman Serien sind: